Die Idee hinter MOVE

Es mag komisch klingen, aber wir kamen dazu wie die Jungfrau zum Kinde: Als das Bundesbüro von Attac im Jahr 2004 von Verden an der Aller nach Frankfurt am Main umzog, gab es nur ein Sammelsurium veralteter Windows-Computer und eine vertragliche Bindung an einen Service-Provider, der für den Abruf von Adress- und Buchungsdaten pro Online-Arbeitsplatz eine monatliche Gebühr von fast 100 Euro verlangte. Nur ein einziger Arbeitsplatz im neuen Büro war somit "online", um den sich Geschäftsführung, Mitarbeiter und Praktikanten förmlich balgen mussten. Infolge des zweiten Irak-Krieges explodierte die Mitgliederzahl nahezu täglich.

Es gab anfangs drei Leute, die den Zustand der EDV als untragbar empfanden: Sabine Leidig (Geschäftsführerin), Wolfgang Spindler und Klaus-Rainer Rupp. So entstand nach Prüfung und Kalkulation kommerzieller Alternativen das ehrgeizige Projekt, eine kostengünstige OpenSource-Lösung auf Basis des kostenfreien Betriebssystems Linux zu entwickeln. Schnell war klar: Es muss eine Lösung sein, die nicht nur die Kosten im Rahmen hält, sondern auch allen Mitarbeitern einen datenschutzrechtlich einwandfreien, schnellen und definierten Zugang zu den Unternehmensdaten ermöglicht.

So enstand nach und nach, was wir jetzt OpenMOVE nennen und worauf inzwischen mehrere große NGOs tagtäglich setzen.